Meine Anlage

Diese Musik- und Heimkinoanlage ist über einen Zeitraum von einigen Jahren gewachsen, wobei zuletzt die Hauptlautsprecher gegen eines der Topmodelle der legendären Infinity IRS Reihe, eine IRS Sigma, getauscht wurde und die Bässe über eine elektronische Raumkorrektur optimiert wurden.
Das perfekte Bild zum Ton liefert ein Pioneer KURO FullHD Plasmadisplay. Der Einbau einer Leinwand ist aus bautechnischen Gründen, und aus der Art unserer Nutzung im Tageslichtbetrieb, nicht sinnvoll gewesen.

Der Raum...



...ist ca. 40 qm groß, hat eine zum ersten Obergeschoß hin offene, schräge Decke und ist seitlich ebenfalls offen gestaltet. Durch das sehr große Raumvolumen ergeben sich erhöhte Anforderungen im Bassbereich, auf der anderen Seite ist aber so der Nachhall sehr gering, und die Neigung zu Raummoden wegen stark gestreuter Reflexionen nur in geringem Maße vorhanden.
Die Deckenhöhe beträgt 6 m an der höchsten Stelle und das Raumvolumen etwa 280 Kubikmeter. Das ist ca. das 5-6 fache eines 24 qm Zimmers mit normaler Deckenhöhe, also für den Bass eine echte Herausforderung.


Vorne...



...finden sich die Infinity IRS Sigma Lautsprecher, die den Raum für den Stereobetrieb bereits sehr gut im Griff haben, und eine faszinierende Bühne zaubern. Weitere Unterlagen dazu finden sich hier als PDF:
IRS Sigma Artikel Audio 07/1996,
IRS Sigma Artikel Stereo 10/1996,
IRS Sigma Broschüre,
IRS Sigma Operating Manual.

In der Mitte sind das Pioneer KURO Plasmadisplay, und die beiden Parasound Endstufen (mit zusammen 5 Kanälen) für die Frontboxen platziert, wobei die Infinity Lautsprecher per passivem horizontalem Bi-Amping betrieben werden. Der Center-LS ist von JMLab, fügt sich aber im Heimkinobetrieb sehr gut in das Klangbild ein.

Zur Unterstützung des Centers (er soll ja nicht zu kurz kommen), und zur besseren Schallverteilung des Basses im Hörraum, habe ich eine Besonderheit des Zimmers genutzt, einen Schacht vor dem Fenster zur Terrasse. In diesen habe ich mir einen Selbstbau-Subwoofer mit SVS Komponenten (zwei  db12.1  30cm Woofer, plus einem 525 W RMS Amp und einen graphischen EQ zur Entzerrung) eingesetzt, der den Frequenzgang nach unten bis ca. 23 Hz +/- 3dB erweitert. Die drei Frontkanäle sind somit ebenbürtig dimensioniert.

Hier die Bilder dazu:

(im Einbauplatz versenkt, mit EQ, für Centerkanal):




Im Diskussionsthread im HiFi-Forum findet ihr weitere Informationen zum Selbstbau

Hinten...



...stehen die beiden PB12-Plus/2 Subwoofer von SVS, jeweils einer links und rechts vom Hörplatz als Couchtisch, um so in der Summenwirkung das Bass-Signal zu vermitteln, und eine seitliche Ortung zu vermeiden. Wobei dies weniger bei Musik (sie laufen ab 40 Hz nach unten mit), als im Heimkino-Betrieb sinnvoll ist, da die Subwoofer im LFE Kanal so raumfüllend sind, dass Effekte von der Seite her von dem Bildeindruck vorne ablenken können. Dies wird durch den Einsatz eines Subwoofer-Paares (auf dem Sitzplatz der hinteren Couch) vermieden.

Beide Subwoofer sind zur Linearisierung des Raumes zusammen an ein AntiMode 8033 von DSPeaker angebunden, da die analogen Single-Band PEQ der SVS meinen Anforderungen nicht genügten.

Die Surround-LS mussten auf Grund der räumlichen Gegebenheiten relativ hoch angebracht werden, daher wurden die Back-Surroundkanäle zur Schließung der hinteren akustischen Lücke genutzt. Als ungewöhnliche, aber gute Lösung hat sich hier der kombinierte Einsatz von 2 Dipolen & 2 Direktstrahlern erwiesen, die im Pegel über einen weiteren (6-kanaligen) Parasound Amp und dem dazu passenden Steuergerät von Parasound den 2 Surrounds angeglichen wurden.



Mit dieser Lösung sitzt man zwar recht nahe vor den LS, hat aber trotzdem nie den Eindruck, dass es an Räumlichkeit fehlen würde, oder man von den LS "angeschrien" werden würde.

Die Geräte...



...sind hier untergebracht. Ein Ablageschrank, speziell für die diese Anlage vom Schreiner gebaut.

Das Setup der Anlage ist hier beschrieben: HiFi Forum Thread Diskussion

Sowohl die sorgfältige Einpegelung als auch die Einstellung der Phase aller aktiven Komponenten in mehreren Justagedurchgängen war absolut notwendig, um die präzise Gesamtperformance zu erreichen.

Die LS-Verkabelung...



...ist auf Grund der verteilten Komponenten mit alleine ca. 110m Cinchkabel des amerikanischen Herstellers "BetterCables Interconnect" relativ aufwändig. Alle LS sind über ein Kupfer/Silber Kabel mit etwas überdimensioniertem Querschnitt angeschlossen.

Alles in allem hat es ein wenig Zeit gekostet, um den Aufbau auf den heutigen Stand hin einzustellen und zu optimieren, aber es passt so sehr gut zu den Anforderungen des Raumes. Der Klang ist nach Aussage meiner Bekannten & Besucher staubtrocken ;o) , raumfüllend, präzise und dynamisch, und wirkt bei keiner erträglichen Lautstärke gestresst. Mir war es immer ein Anliegen, dass die Ohren der Zuhörer der limitierende Faktor einer Anlage sein sollten, und nicht das Gerät. Ich bin damit jedenfalls sowohl für Stereo Wiedergabe als auch für Heimkino sehr zufrieden.

Dass dabei die Kostenseite trotzdem im Rahmen des für mich Erträglichen blieb, liegt daran, dass ich einen Großteil der Anlage gebraucht gekauft habe, und so manchen Euro sparen konnte. Alleine der AV PreAmp oder die IRS Sigma wären neu mehr als doppelt so teuer gewesen. Und der Parasound AVC 2500u ist als zentrale Schaltquelle jeden Cent wert. :o)

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